Warum Employer Branding die Grundlage für erfolgreiches Recruiting ist

Ach, was war das einfach. Damals, als Employer Branding und Personalmarketing Fremdwörter waren und man bei Personalbedarf einfach eine Stellenanzeige in der Lokalzeitung schaltete. Wenige Tage später stapelten sich die Bewerbungsmappen auf dem Schreibtisch. Die interessantesten Kandidat*innen lud man zum Bewerbungsgespräch, wo sie auf Herz und Nieren geprüft wurden. Die oder den Favoriten stellte man ein, während man allen anderen eine Absage schickte und nie wieder an sie dachte. Weit weg war der Gedanke daran, das eigene Unternehmen aktiv und bewusst als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Es gab schlicht keine Notwendigkeit dafür.

Employer Branding statt klassischer Stellenanzeige

Heute sieht die Situation anders aus. Auf den Schreibtischen und in den digitalen Postfächern vieler Recruiter herrscht gähnende Leere. Durchschnittlich etwa 150 Tage ist eine ausgeschriebene Stelle in deutschen Unternehmen heute vakant. Das sind fast sechs Monate, die Firmen benötigen, um eine*n passende*n Arbeitnehmer*in zu finden und einzustellen.

Klar ist: Fachkräfte sind rar und können sich deshalb immer öfter aussuchen, wo sie arbeiten – und wo eben nicht. Unternehmen, die es bislang versäumt haben, sich durch Employer-Branding-Maßnahmen als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und neue Wege fürs Recruiting zu erschließen, stehen im aktuellen „War of talents“ so ganz schnell auf der Verliererseite.

Was ist Employer Branding?

Die gute Nachricht für alle, die sich noch nicht mit Employer Branding beschäftigt haben, ist aber: Wer sein Marketing ganzheitlich denkt, tut wahrscheinlich bereits einiges, das auf eine positive Arbeitgebermarke einzahlt. Denn nichts anderes verbirgt sich hinter diesem neudeutschen Wortungetüm: Alle Bemühungen, sich als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.

Oberstes Ziel: die Gewinnung, Entwicklung und Bindung aktueller und zukünftiger Mitarbeiter*innen.[1]

[1] Fraunhofer Zentrum für IMW – Studie: Auf der Suche nach den richtigen Kandidaten? Schritt für Schritt zum erfolgreichen Employer Branding.

Die Candidate Journey erfolgreich gestalten

Das ist auch dringend nötig, denn die Generationen Y und Z schauen sich ihren zukünftigen Arbeitgeber schon vor der Bewerbung ganz genau an: Welche Aufgaben erwarten mich? Wo werde ich arbeiten und wer sind meine Kolleg*innen? Welche Vorteile werden mir geboten?

Faktoren wie ein angemessenes Gehalt, gute Arbeitsbedingungen und ein sicherer Arbeitsplatz locken Talente heute nicht mehr hinter dem Ofen hervor, sondern werden vorausgesetzt. Wer bereits das nicht bieten kann, schafft es im Rahmen der Candidate Journey vermutlich nicht einmal, aus „Unbekannten“ „Besucher“ zu machen.

Damit genau das nicht passiert, gilt es, potentielle Mitarbeiter*innen vom eigenen Unternehmen zu überzeugen. Dreh- und Angelpunkt dafür ist die eigene Website. Hier sollten die wichtigsten Infos zu finden sein: was das Unternehmen ausmacht (auch als Arbeitgeber), in welchem Bereich oder für welche Kunden es arbeitet und wofür es Experte ist. Alles natürlich leicht erfassbar und mobil optimiert, denn die Zielgruppe schaut sie sich höchstwahrscheinlich am Smartphone an. Besonders aufmerksam wird bei aktiv Suchenden wie auch Wechselwilligen die Karriereseite studiert. Hier sollten auch die als Landingpage aufbereiteten Stellenanzeigen zu finden sein, welche die Grundlage für gezielte Online-Marketingmaßnahmen wie Social Media Ads, Google for Jobs oder Google Ads bilden.

Quelle: Wollmilchsau GmbH – Whitepaper: Wie deine Karriereseite zum Herz der Recruiting Strategie wird.

Recruiting wird Onlinedisziplin, die Karrierewebsite zur Pflicht

Wer sein Personal nicht im Internet sucht, schaut heute oft in die Röhre. Die klassische Print-Stellenanzeige ist nämlich ein Auslaufmodell und Recruiting zunehmend eine Onlinedisziplin. Wie gesagt: Mitarbeiter*innen wollen heute schon VOR der Bewerbung ganz genau wissen, was sie erwartet. Eine informative Karriereseite, die Benefits auflistet, Ansprechpartner (mit Bild!) vorstellt, Zitate oder Storys zukünftiger Kolleg*innen bereitstellt und eine Onlinebewerbungsfunktion bietet, ist heute Pflicht, nicht Kür.

Daneben zahlen noch viele weitere Faktoren darauf ein, ob ein Unternehmen (online und offline) als potentiell attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird, zum Beispiel:

  • Positive Onlinebewertungen (kununu)

  • Authentische Aktivitäten auf Social Media

  • Souveränes Bewerbermanagement

  • Sympathische Auftritte auf Messen, bei Vorträgen etc.

  • Zertifikate/Auszeichnungen

Employer Branding wirkt langfristig

An vielen Stellschrauben, die für eine positivere Arbeitgebermarke und erfolgreiches Personalmarketing wichtig sind, lässt sich kurzfristig drehen. Karrierewebsite und Stellenanzeigen sind fix überarbeitet. Viele andere Maßnahmen entwickeln ihre volle Wirkung allerdings nur langfristig. Wer etwa eine Verbesserung seiner Onlinereputation anstrebt, muss auch etwas dafür tun: nämlich den Ursachen für schlechte Bewertungen auf den Grund gehen und Abhilfe schaffen.

Denn Employer Branding bedeutet auch, die Innenwahrnehmung zu verbessern und Zufriedenheit, Loyalität und Bindung aktueller Mitarbeiter*innen zu erhöhen. Das senkt nicht nur die Fluktuation und die Kosten für Stellenneubesetzungen, sondern erhöht auch die Chance, dass sie ihren Arbeitgeber weiterempfehlen. Authentischere Fürsprecher gibt’s nicht.

Losrauschen! Unsere Erfahrungen im Bereich Employer Branding

Dass keine Branche vom Fachkräftemangel verschont bleibt, zeigt sich daran, dass wir in diesem Bereich bereits für verschiedenste Unternehmen aktiv werden durften. Der mittelständische Industriebetrieb, Weltmarktführer auf seinem Gebiet, sucht nämlich ebenso händeringend gut ausgebildete Fachkräfte wie der soziale Träger, der mit seinen Kitas, Projekten und Veranstaltungen im nördlichen Schleswig-Holstein das gesellschaftliche Leben bereichert. Und auch eine der größten und innovativsten Universitätskliniken Deutschlands arbeitet gemeinsam mit uns daran, ihr Arbeitgeberimage zu verbessern und weitere Pflegekräfte zu gewinnen.

Wie wir das machen? Zum Beispiel mit folgenden Leistungen:

Entwicklung einer Employer-Branding-Kommunikationsstrategie

Konzeption einer neuen bzw. Optimierung der vorhandenen Karriere-Website

Entwicklung und Umsetzung eines Maßnahmenkatalogs zur Optimierung der Arbeitgeber-Onlinereputation

Entwicklung von Guerilla- und Live-Rekrutierungsaktionen inklusive passenden Werbemitteln

Erstellung „Google for Jobs“ optimierter Online-Stellenanzeigen

Realisation und Management von Social-Media-Ads und -Content

Entwicklung und Umsetzung von Inhouse- und Onboarding-Kommunikationsstrategien

Erstellung personalisierter Controlling-Dashboards für das Personalmarketing

UND NU? SELBER MACHEN LASSEN!

Genug gesehen? Und jetzt Lust, was Eigenes zu machen? Dann rufen Sie uns an. Gemeinsam überlegen wir, was geht und was Sinn ergibt. Alle anderen können sich noch ein wenig durchklicken und inspirieren lassen.

f.mewes@marktrausch.com
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Florian Mewes

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