Social Media im Unternehmensalltag: Tipps für Organisation und Contentplanung

Unbequeme Wahrheit: Social-Media-Accounts für ein Unternehmen anzulegen, dauert nur ein paar Minuten. Social-Media-Accounts mit Content zu bespielen, nimmt aber ganz schnell mehrere Stunden pro Woche in Anspruch. Vor allem, wenn der Content auf die Marke einzahlen und mit dem weiteren Marketing synchronisiert sein soll.

Kein Wunder also, dass Instagram, Facebook und Co. voll sind mit vernachlässigten oder uninspirierten Unternehmensprofilen. Wie das nicht passiert? Hier kommen ein paar alltagstaugliche Tipps für Unternehmen, um Organisation, Themenfindung und Contentplanung zu erleichtern.

Klare Ziele, klare Zielgruppe

Bevor es an die operative Umsetzung geht, lohnt es sich, kurz einen Schritt zurückzutreten und sich zu fragen: Warum möchte ich eigentlich für mein Unternehmen Social-Media-Marketing betreiben? Gründe können z. B. der Wunsch sein, die Sichtbarkeit oder Reichweite zu steigern, die Markenbekanntheit zu erhöhen oder mehr Anfragen zu generieren. Qualitative Ziele und darauf aufbauende messbare Kennzahlen (z. B. gewünschte Reichweiten, Followerzahlen oder Websiteklicks via Social Media) zu definieren, ist essentiell, denn davon hängen die Auswahl der Netzwerke und Contentformate maßgeblich ab.

Denn: Wer auf Social Media erfolgreich sein will, der muss dort präsent sein, wo sich die eigene Zielgruppe tummelt und sie dort mit spannenden Inhalten abholen. Und diese Inhalte sind auf LinkedIn eben andere als auf Instagram oder TikTok. Eine gute Kenntnis der eigenen (potentiellen) Kund*innen ist Bedingung für langfristigen Erfolg auf Social Media. Im Idealfall geht der praktischen Umsetzung deshalb eine Strategiephase voraus, in der die verfolgten Ziele und die eigene Zielgruppe festgelegt und die passenden Netzwerke definiert werden. Fakt ist: Je genauer die Ziele und je präziser die Kenntnisse über die Zielgruppe, desto einfacher werden Themenfindung und Contenterstellung.

Mit Kernthemen zum Erfolg

Sind Ziele und Zielgruppe klar, kann es losgehen mit der eigenen Contentarbeit. Jetzt braucht es „nur noch“ Inhalte, die potentielle Kund*innen begeistern und die angestrebten Ziele zur Realität machen. Kein Problem – oder vielleicht doch? Um sich nicht zu verzetteln, kann es hilfreich sein, auf Kernthemen zu setzen und sie immer wieder anders zu spielen.

Produktvorstellungen, Beiträge über Mitarbeiter*innen, Behind-the-scenes-Einblicke, News, Wissenswertes – bei Kernthemen gibt es weder richtig noch falsch, sondern nur zielführend oder nicht. Wer etwas für sein Employer Branding tun will, punktet mit Storys über Mitarbeiter*innen deutlich mehr als mit Produktwissen. Ist hingegen das Produktangebot der USP, sollte der Content auch darauf basieren.

Gerade am Anfang braucht es allerdings Geduld, um wirklich herauszufinden, was den eigenen Follower*innen gefällt und sich auch positiv auf das Wachstum des Accounts und die definierten Ziele auswirkt. Deshalb ist es unerlässlich, die eigene Social-Media-Aktivität in regelmäßigen Abständen (z. B. monatlich, vierteljährlich) zu evaluieren und Kernthemen auch ggf. abzuändern oder zu ergänzen.

Zuständigkeiten klären & Prozesse definieren

Damit man aber überhaupt Rückschlüsse ziehen kann, welcher Content funktioniert, ist es wichtig, regelmäßig Inhalte zu veröffentlichen. Am einfachsten gelingt das, wenn es klare Zuständigkeiten und einen Redaktionsplan gibt. Eine Person im Unternehmen sollte hauptverantwortlich für die Social-Media-Arbeit sein. Im Idealfall ist das jemand, der sich nicht nur mit den Netzwerken ein bisschen auskennt, sondern auch Zeit für ihre Pflege und Spaß an dieser Aufgabe hat.

Denn Social Media lebt nicht nur von guter Planung, sondern auch von Kontinuität und dauerhafter Interaktion mit der Community. Jeden Tag reinschauen, am besten sogar zwei- oder dreimal, und Kommentare oder Nachrichten beantworten, ist Pflicht. Feste Zeitpunkte dafür zu definieren, kann helfen, eine Social-Media-Routine zu entwickeln und auch intern Aufmerksamkeit dafür zu schaffen, dass Social Media seinen festen Platz im Alltagsgeschäft hat.

Transparenz schaffen, Akzeptanz steigern

Apropos interne Aufmerksamkeit: Transparenz ist sowieso ein wichtiges Thema. Zum Start der Social-Media-Aktivität ist es sinnvoll, einmal alle Mitarbeiter*innen/Kolleg*innen ins Boot zu holen und das Vorhaben kurz (!) zu erklären. In diesem Zuge können auch direkt Einwilligungen für Fotoaufnahmen o. ä. eingesammelt oder Modi erklärt werden, wie Themenideen eingereicht werden können.

Denn: Je mehr Akzeptanz für die Social-Media-Aktivitäten intern herrscht, desto leichter fällt die Umsetzung. Auch wenn es eine*n Hauptverantwortliche*n gibt, ist er oder sie sicherlich immer wieder auf die Zuarbeit von Kolleg*innen angewiesen, z. B. wenn es um Bildmaterial von Events o. ä. geht.

Manchmal sind auch kollaborative Redaktionspläne und -order z. B. in Google Drive oder Microsoft Teams eine gute Idee. Manchmal ist es aber auch für alle einfacher, wenn eine*r den Redaktionsplan befüllt und pflegt. Auch hier gibt es kein Patentrezept, sondern nur Lösungen für die eigene, individuelle Situation. Das gleiche gilt für die Planung und Veröffentlichung von Content. Manche bereiten am liebsten den ganzen Monat in einem Rutsch vor, andere veröffentlichen Postings lieber live.

Wer häufig und auf vielen Kanälen Content veröffentlichen möchte, für den können kostenpflichtige Tools wie Buffer, Hootsuite oder Facelift spannend sein. Sie erlauben es, auf mehreren Plattformen gleichzeitig zu posten. Erforderlich für erfolgreiches Social-Media-Marketing sind sie allerdings nicht.

Social-Media-Marketing: Loslegen und dranbleiben!

Was aber wirklich wichtig ist: Dauerhaft am Ball zu bleiben und Social-Media-Aktivitäten einen wichtigen Stellenwert inklusive Zeitbudget einzuräumen. Wer glaubt, eine Stunde pro Woche wird für Themenfindung, Text- und Bilderstellung, Veröffentlichung und Community Management auf mehreren Plattformen schon reichen, wird in der Realität schnell eines Besseren belehrt werden. Hochwertiger Content erstellt und postet sich nicht von selbst.

Tatsächlich bringt Social-Media-Management eine ganze Reihe von Herausforderungen mit sich, die nur teilweise etwas mit Ideenfindung und Redaktion zu tun haben. Dennoch steht und fällt der Erfolg langfristig mit guten und gut umgesetzten Postingideen. Wer seine Zielgruppe kennt, im Austausch mit den eigenen Follower*innen bleibt und seine Ziele im Blick behält, wird schnell merken, welche das sind – und damit langfristig punkten.

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