Glaubwürdiger Auftritt durch echte Fotos.

Warum Fotoshootings oft die bessere Lösung sind.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – wie oft haben Werbende und Werbetreibende diese Phrase schon gehört? Anscheinend nicht oft genug. Oder sie haben sie inhaltlich nicht verstanden. Wie sonst lässt sich die überaus häufige Verwendung von Stockmaterial in der Kommunikation erklären?

Eigentlich ist es allzu verständlich – Kunden haben oft nicht das nötige Bildmaterial, um zum Beispiel die eigene Website oder die beliebte Imagebroschüre ausreichend zu bebildern. Also hilft man sich mit Stockmaterial. Aber bitte nicht von Anbietern wie getty images. Denn hier kosten die hochwertigen Bilder in Relation gesehen, genau so viel wie ein vergleichbares Fotoshooting. Deswegen wird die Bildsuche auf Billiganbieter wie fotolia und Co. begrenzt. Denn zur Freude des Einkaufs sind die unverschämt günstig. Und sehen dementsprechend aus.

Doch halt! Das stimmt mittlerweile so auch nicht mehr. Die großen Bildagenturen erweitern Ihr Angebot im preiswerten Segment. Neuerdings verhökert z. B. getty über die Plattform iStock ausgewählte Motive für den kleinen Geldbeutel. Auf der einen Seite freut uns Gestalter das. Endlich mal Bildmaterial, das nicht aussieht wie eine Parodie der wirklichen Welt. Auf der anderen Seite wird es damit noch schwieriger, dem Kunden ein Fotoshooting zu empfehlen.

Warum also ein teures Fotoshooting?

Das ist eigentlich sehr einfach zu verstehen. In einer Zeit, in der jeder mit Begriffen wie „Transparenz“ und „Authentizität“ um sich schmeißt wie das Dreigestirn am Rosenmontagsumzug mit Kamelle, sollte jedem klar sein, dass Kunden nicht gern vereimert werden. Echte Marken und Produkte sind gefragt. Und wie lässt sich das eigene Image besser transportieren als durch echte Einblicke? Außerdem lässt sich durch die Wahl eines talentierten Fotografen eine eigene Bildsprache entwickeln. Dadurch entsteht eine einheitliche und einzigartige Welt, die dem Betrachter einen stimmigen Eindruck vermittelt. Die Souveränität eines Unternehmens kann davon nur profitieren. Das ist bei der Verwendung von Stockmaterial einfach nicht möglich. Verschiedene Fotografen mit unterschiedlichem technischen Verständnis und Equipment. Dazu immer verschiedene  Models… Wie soll da ein glaubwürdiges Story-Telling entwickelt werden?

Stockmaterial ist nicht immer Schockmaterial.

Außerdem… Wer möchte schon das gleiche Bildmaterial zur Verfügung haben wie die Konkurrenz? Oder im Zweifelsfall ein ganz anderes Produkt? Oder ein Magazin?

Und plötzlich wird aus dem vermeintlichen Testimonial in der eigenen Imagekampagne das Werbegesicht einer dubiosen Partei. Das hört sich haarsträubend an, ist aber alles so oder in ähnlicher Form vorgekommen. Und in Zeiten von Social Media kann sich das zu einem echten Problem mausern. Wie peinlich.

Darüber hinaus sollte man bedenken, dass die richtigen Bilder erst mal gefunden werden müssen. Gerade bei den Billiganbietern eine zeitfressende und nervenaufreibende Geschichte. Dazu kommt noch der Zeitaufwand, um die gefundenen Motive optisch einigermaßen aneinander anzupassen. Und unterm Strich wird die Bildsprache trotzdem nicht einheitlich sein. Im Gesamtergebnis also eher ausreichend. Und günstig ist die ganze Kiste an dieser Stelle auch nicht mehr.

Also liebe Grafiker, Kunden und Entscheider: es gilt je nach Fall abzuwägen, ob Stockmaterial die richtige und beste Entscheidung ist. Oder ob ruhig einmal das Geld für ein Fotoshooting in die Hand genommen werden sollte. Denn langfristig machen sich die eigenen Motive bezahlt und bringen die Marke nach vorn. So sieht Glaubwürdigkeit aus!

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